Nicht weit von Corozal Town entfernt liegt die bekannteste Maya-Ruine der Region, Cerros, was Berge bedeutet. Ihr Standort ist die Halbinsel zwischen der Bucht von Corozal und der Lowry's Bight, dem Tor zu Belizes Binnenland und zum nordöstlich gelegenen Peten. Entlang der hier verlaufenden Flüsse wurden Spuren einer vorkolonialen Landwirtschaft gefunden. Cerros war hauptsächlich während der vorklassischen Periode bewohnt, also zwischen 300 v. Chr. bis zum Beginn des christlichen Zeitalters, wobei die höchste Einwohnerzahl bei 2000 gelegen haben dürfte. Cerros ist per Boot von Corozal Town aus zu erreichen bzw. über eine Landstrasse, die nur außerhalb der Regenzeit benutzbar ist. Zu sehen sind drei Stadtburgen und Plazas, wenngleich die Bauwerke von Vegetationen überwuchert und die Statuen und Masken zum Schutz vor der Witterung eingegipst sind. Die größte Ruine mißt etwas über 21 Meter, wobei das Fundament sich auf 52 mal 60 Meter erstreckt. Von der Spitze aus eröffnet sich dem Betrachter ein traumhafter Panoramablick über die Küstenregion. Cerros, für den Küstenhandel strategisch günstig gelegen, wurde vermutlich zu einer Zeit aufgegeben, als die Maya ihre Handelswege vom Seeweg auf den Landweg verlagerten.
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