Reisende, die das Landesinnere Belizes als Ziel nennen, meinen meistens die üppigen, gebirgigen Regenwälder rund um San Ignacio - das Zentrum eines boomenden Ökotourismus. Die Gegend ist ein Paradies für Naturfreunde. Dutzende ziemlich luxuriöser Behausungen im Cabana-Stil erstrecken sich in abgelegener, subtropischer Wildnis. In der näheren Umgebung, die man mit dem Auto, zu Pferd, im Kanu oder zu Fuss erkundet, liegen versteckte, von Dschungel eingerahmte Wasserlöcher, die zum Schwimmen einladen, riesige Kalksteinhöhlen, Belizes eindrucksvollste Maya-Ruinen und Mittelamerikas höchste Wasserfälle.
Die schrillen Rufe der exotischen Vogelwelt bilden eine permanente Geräuschekulisse, während Leguane, Gibnuts und andere Waldbewohner ständig die gut markierten Pfade kreuzen. Am Rande einer Schlucht oberhalb des Flusses Macal liegt die Stadt San Ignacio. Sie wird vom Nachbarsdorf Santa Elena durch die Hawkesworth-Hängebrücke getrennt, einem Miniaturmodell der New Yorker Brooklyn Bridge. San Ignacio war einer der abgelegensten Außenposten des britischen Empire, von daher auch der noch erhaltene Charme einiger Gebäude. Gesellschaftliches Zentrum San Ignacios (und offizielles Touristen-Informationszentrum) ist Eva's Restaurant an der Burns Avenue.
Zur Mittagszeit, wenn die Stadt wie ausgestorben wirkt, geht hier die Post ab: Touristen, Einheimische und Zugereiste treffen sich zu Chili con carne und anderen Köstlichkeiten. Außerdem werden Informationen über die Region ausgetauscht. In der Nachbarschaft liegen die meisten der billigen Hotels der Stadt, gegenüber das einzige ceylonesische Restaurant Belizes (und vielleicht ganz Mittelamerikas), das Serendib. Wen es nach mehr Bequemlichkeit sehnt, den zieht es bergauf zu den Hotels San Ignacio und Piache. Beide bestechen mit ihrer Küche und dem herrlichen Ausblick über das Maca-Tal.
|